Post by @fasnix
@energisch_ Ich kann mir aber vorstellen, dass eine wirkliche sozial-ökologische Partei keine Kleinpartei wäre. Sie würde vermutlich viele Menschen, die sich in den anderen Parteien nicht, oder nicht mehr, verstanden fühlen, einsammeln.
@energisch_ Ich meine, @plinubius hat da vor längerer Zeit etwas zu getötet, wie man eine Partei gründen kann
@Landkieker @energisch_ Ich denke auch, eine glaubwürdig sozial-ökologische Partei wäre rasch wesentlich mehr als eine Kleinpartei. Ad hoc denke ich, es wäre ein guter Anfang, eine Art "Bekenntnis" zu formulieren, zu dem man sich bekennen kann und mit dem man sich kennzeichnet: Hier stehe ich, dafür bin ich. Es bedarf erstmal gar nicht der Infrastruktur einer weiteren Partei, sondern es bedarf einer Standarte, hinter der wir uns versammeln können, einander und anderen sichtbar zu werden. 1/x
@Landkieker @energisch_ Das ist weniger absurd, als es im ersten Moment klingt. Organisationen existieren streng genommen nicht als solche, sondern nur durch ihre Mitglieder. SPD und Grüne, aber auch andere politische Parteien, die in das sozial-ökologische Spektrum hineinzuragen behaupten, sind zunächst einmal nur Symbole bzw. eben solche Standarten. Deshalb wird dort auch stark über Parteien als Marken nachgedacht. Wo der "Markenkern" verraten wird, bedarf es neuer Aufstellungsorte 2/x
@Landkieker @energisch_ Allein die Schaffung neuer Aufstellungsorte jenseits derer, die ihren Markenkernen nicht gerecht werden, die zu einer nennenswerten Versammlung führen, haben Veränderung zur Folge: Erstens sind sie ein starker Anreiz zur Selbstprüfung derer, die im Besitz der alten Standarten sind. Zweitens sind diese neuen Aufstellungsorte starke Ausgangspunkte, sollte es wirklich notwendig werden, eine neue sozial-ökologische Partei zu gründen. 3/x
@Landkieker @energisch_ Die Zeichnung von Petitionen hat im Prinzip bereits den Charakter eines solchen Bekenntnisses bzw. einer solchen Standartenhaftigkeit.
Es ist also vollkommen möglich, ein Manifest zu formulieren und sich per Unterschrift zu einem solchen Manifest zu bekennen. Es ist im übrigen vollkommen möglich, dies im gleichen Moment mit der Erklärung einer Anwartschaft auf eine Mitgliedschaft in einer möglicherweise noch zu gründenden Organisation zu verbinden. 4/x
@Landkieker @energisch_ Ein Manifest hat einen kleinen Makel, nämlich mangelnde Sichtbarkeit. Ich denke insofern, dass es wichtig wird, einander am gemeinsamen Zeichen erkennen zu können. Es stellt sich also auch die Frage, was das gemeinsame Zeichen ist oder sein kann, an dem ich Dich an der Supermarktkasse, in der Straßenbahn oder sonst wo erkenne, ohne dass diejenigen uns erkennen, die darauf aus sind, auszusondern, zu bedrohen und einzuschüchtern oder jene, die einfach unehrlich sind. 5/x
@plinubius@chaos.social
"..., ohne dass diejenigen uns erkennen, ..." könnte sich ganz schnell erledigt haben, sobald klar ist, was für ein (Ab)Zeichen verwendet wird und wofür es steht, insbesondere in der heutigen Zeit sofortiger, weitstreuender Vernetzung (öffentlich und nicht-öffentlich).
Ein Beispiel wäre so etwas wie die "Grundgesetz Ultras", aber vielleicht noch zu allgemein?
"Sozial-ökologische Partei / Vereinigung", könnte das eine vorhandene Partei abbilden, wie bspw. die Piraten, oder "Partei der Humanisten" oder Volt?
Abgesehen davon weiß ich, dass im Hintergrund an einer möglichen Neugründung gearbeitet wird, weiß aber nicht, wie weit der Stand da ist.
