Post by @fasnix
Waren im Rahmen der Ausschussreise Digitalausschuss in Wien von der deutschen Handelskammer in Österreich zum Essen eingeladen und einer von denen pries als Standortvorteile, dass sich arbeitende Menschen in #Wien Wohnungen leisten können "aber hier gibt es ja auch einen großen öffentlichen Wohnungsbestand, das hat Berlin ja nicht." Worauf ich meinte: "Bald schon." (Kam nicht so gut an)
Dann fing er was zu erzählen, von wegen in Österreich gibt es ja eine lange Tradition von öffentlichem Wohnungsbau, das ist da ja was ganz anderes als in Deutschland.
Und ich muss sagen ich finde das wirklich faszinierend wie Geschichtsvergessen das ist, weil auch die BRD eine lange Tradition an öffentlichen Wohnungsbau hat, das wurde halt nur Großteils privatisiert. Vonovia etc haben nichts anderes gemacht als diese Bestände aufgekauft und so gut wie nix gebaut.
@sonjalemke@ruhr.social
Ich denke, der Unterschied liegt darin, dass Deutschland öffentlichen Sozialen Wohnungsbau hatte.
Wenn der großteils privatisiert wurde, ist er nicht mehr öffentlich.
Und wenn demzufolge private Investoren eine von einer Kommune vorgesehene Quote an zu bauenden Sozialwohnungen von 30% auf 15% drücken können, dann ist da auch nicht viel "Verhandlungsmacht" seitens der Kommune.
(Beispiel aus Dresden)
Oder dass Sozialwohnungen bei uns regelmäßig nach x Jahren aus der Bindung fallen und demzufolge nicht mehr weiter als Sozialwohnungen angeboten werden müssen.