Post by @fasnix
Proton, Tuta, ... galten bislang als zuverlässige, vertrauenswürdige, und vor allem sichere E-Mail-Anbieter.
In meiner Timeline geht nun herum, dass beide Unternehmen massiv KI-generierten Code in ihren Produkten verwenden.
Das lässt das Vertrauen bei vielen sinken, verständlicherweise.
Wie ist das bei anderen Mail-Anbietern, wie zB Posteo oder Mailbox?
Posaunen die ggf. nur nicht öffentlich hinaus, dass auch sie KI verwenden, oder gibt es doch noch Unternehmen, die ihre Entwicklungs-Teams selbst programmieren lassen?
#Proton #Tuta #Tutamail #Posteo #Mailbox #Email #KIFrei #noAI
@fasnix Wo ist das Problem bei KI-generiertem Code? Ich verstehe nicht, warum das "böse" sein soll. Man kann mehrere KI-Modelle über den KI-Code gucken lassen und auf Qualität und Sicherheitslücken gucken lassen. Oder selber noch mal drüber schauen.
Ich verstehe diese Anti-KI-Panik mancher Leute nicht. Das Werkzeug ist da und wird nicht mehr verschwinden.
@Erdrandbewohner @fasnix Ich verstehe das inzwischen auch nicht mehr. Aus einem Barrierefreiheitsaspekt heraus ist die Fähigkeit, mit Hilfe von KI Code zu generieren, sogar inzwischen für viele notwendiges Mittel für bessere Teilhabe. Wenn die letzten 30 Jahre eins gezeigt haben, ist es dies: Viele Entwickler haben keine Ahnung, keine Ressourcen oder keinen Bock, sich in das Thema einzuarbeiten. Gerade im Open-Source-Bereich sind Ressourcen oft das größte Problem.1/2
@Erdrandbewohner @fasnix 2/2 KI kann helfen, die Barrierefreiheit zu verbessern, selbst wenn eine z.B. blinde Person wenig Programmiererfahrung hat. Eine KI kann sich viel schneller einen Überblick über Code in jeder Sprache verschaffen als man selbst, und wenn man explizit die Anforderung gleich in den Prompt schreibt, sind die Ergebnisse erfahrungsgemäß auch echt brauchbar und in nur einem Bruchteil der Zeit erstellt. Und Pull Requests sind immer gern gesehen.
@marcozehe@norden.social
Es mag schon so sein, dass KI-generierter Code die Barrierefreiheit verbessern kann.
Aber tut sie es denn auch tatsächlich?
Nicht nur punktuell, in einzelnen Projekten oder Produkten, sondern in der Software-Entwicklung insgesamt (bei den Unternehmen, die sie einsetzen)?
Und nicht nur spezifisch in assistiver Software, sondern allgemein, zB auch bei E-Mail-Diensten, Internsetseiten, Onlineshops, usw.?
Der "Million Sites Report" zeigt da jedenfalls gar keine signifikante Entwicklung.
@fasnix @Erdrandbewohner Das ist hier ja eigentlich gar nicht die Frage gewesen, sondern generell, dass kein generierter Code verwendet werden soll, und das halte ich eben für zu kurz gedacht. Es ist z. B. in den letzten zwei Jahren ein ganzes Ökosystem an Apps entstanden, die speziell die Bedürfnisse von Blinden abdecken, weil viele Mainstream-Apps das einfach nicht auf die Reihe kriegen. Und die nehmen alle KI zu Hilfe.
@marcozehe@norden.social
Ich denke, es geht (auch) darum, in welchen Bereichen KI verwendet wird.
Bei einem auf Mail-Anbieter, der sich für ausgezeichnete Privatsphäre rühmt, wo es also um sensible, personenbezogene Inhalte gehen kann (siehe AfD-Leak, lol), ist halt die Frage, ob KI da wirklich eine so gute Idee ist.
Wenn es hingegen das Leben zB blinder Menschen verbessert, ok, dann go for it.
Sind halt verschiedene Anwendungs-Szenarien.
@fasnix @Erdrandbewohner Ich denke auch, dass KI-generierter Code nicht per se schlecht für die Privatsphäre sein muss. Es kommt halt entsprechend auf einen guten Review-Prozess an. Solange man versteht, was für einen Code die KI da im Bruchteil der Zeit generiert hat, was er tut, halte ich das durchaus für einen legitimen Ansatz.